Feuerbestattungen
Perleberg

FAQ


  • Wie viele Menschen lassen sich derzeit in Deutschland einäschern?

    Die Zahl der Feuerbestattungen nimmt stetig zu. Von ca. 858.000 Verstorbenen im Jahr 2010,  hat sich mittlerweile fast die Hälfte einäschern lassen. In Perleberg und der Prignitz beträgt dieser Anteil schon knapp 70 Prozent. Weltweit hat Japan mit 99 Prozent die höchste Einäscherungsrate.

  • Wie alt ist die Feuerbestattung?

    Die Feuerbestattung ist womöglich älter als die Erdbestattung. Gelehrte sind sich heutzutage einig, dass die ersten Feuerbestattungen ca. 3000 vor Christus stattgefunden haben und davon die Meisten in Europa und im Nahen Osten, was hauptsächlich auf die Religionen und die jeweiligen Kulturen zurück zuführen war.

    Nach einer Zeit des Verbotes der Feuerbestattung, entstanden Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Krematorien in Europa. Mailand in Italien und Gotha in Deutschland waren lange Zeit die Einzigen in Ihren Ländern.

  • Wer bestimmt die Bestattungsart, Trauerfeier oder die Wahl des Bestatters, bzw. des Krematoriums?

    Jeder Mensch kann seine Bestattungswünsche selbst bestimmen. Hierzu ist es sinnvoll eine letztwillige Verfügung, bzw. ein Testament mit seinen eigenen Wünschen anzufertigen und diese bei einem Rechtsanwalt oder Notar hinterlegen zu lassen. Auch die Wahl des Bestatters seines Vertrauens, bzw. des Krematoriums kann der Verstorbene im Vorfeld selbst bestimmen oder Gesetz dem Fall das keine letztwillige Verfügung des Verstorbenen vorliegt, bestimmen die Angehörigen oder gesetzlichen Vertreter die Wahl der Bestattung.

    Das Bestimmungsrecht der Angehörigen darf hierbei mit der Vorschrift, dass die Bestattungsart dem Willen des Verstorbenen zu entsprechen hat, nicht im Widerspruch stehen. Mit dem Wandel in der Bestattungsbranche und der Öffnung der europäischen Grenzen, ist es sinnvoll geworden seine Bestattungswünsche zu Lebzeiten festzuhalten. Hierbei ist ganz wichtig auch die Krematoriumswahl festzuschrieben, denn immer häufiger erfolgen Überführungen von Verstorbenen zur Einäscherung quer durch die Republik oder in osteuropäische Krematorien und das nur damit Einzelne ein paar EURO sparen können, ganz ohne Rücksicht auf die Pietät und Würde der Verstorbenen.

    Nutzen Sie daher die Möglichkeiten und besichtigen Sie das Krematorium Ihrer Wahl, denn mit der Privatisierung von Krematorien ist dieses Heute jederzeit möglich.

  • Wie und wann erfolgt eine Einäscherung?

    Egal ob eine Erd- oder eine Feuerbestattung, diese dürfen erst nach 48 Stunden nach Eintritt des Todes durch-geführt werden.Eine Feuerbestattung in Deutschland (Ausnahme Bayern), setzt immer eine 2. Leichenschau voraus. Das heisst, dass nach der Todesfeststellung durch einen Arzt, im Krematorium der Leichnam ein zweites Mal durch den zuständigen Amtsarzt, bzw. einem ermächtigten Rechtsmediziner oder Pathologen kontrolliert werden muss.

    Im Bundesland Brandenburg setzt eine Einäscherung immer eine eindeutig ermittelte Todesursache voraus, es sei denn diese ist auch durch eine Sektion nicht eindeutig zu klären. Hierbei muss die zuständige Staatsanwaltschaft den Leichnam zur Feuerbestattung genehmigen. Nach Erledigung der Formalitäten erfolgt umgehend die Einäscherung. Wir versprechen eine Einäscherung innerhalb von 3 Werktagen, Dokumentenvollständigkeit vorausgesetzt.

  • Werden mehrere Särge zur gleichen Zeit verbrannt?

    Nein, pro Ofen findet nur eine Einäscherung statt. Abgesehen davon, dass es nicht realisierbar ist, mehrere Särge gleichzeitig in einem Ofen zu verbrennen, ist dies gesetzlich verboten.

  • Wie kann ich sicher sein, dass der richtige Körper kremiert wird?

    Jeder Verstorbene erhält nach der Überführung ins Krematorium eine Einäscherungsnummer und über diese Einäscherungsnummer ist der Verstorbenen in unserem System registriert. Diese Nummer wird äußerlich über ein Sargetikett an den Sarg angebracht und zusätzlich wird ein Schamotte-Identitätsstein mit dieser eingeprägten Nummer in den Sarg gelegt.

    Da immer nur ein Sarg kremiert wird und der Schamotte-Identitätsstein nicht verbrennt, ist die Asche immer eindeutig identifizierbar. Letztendlich kommt dieser  Schamotte-Identitätsstein  nach der Kremierung zusammen mit der Asche in die Urne.

  • Was geschieht mit Schmuck und medizinischen Implantaten?

    Das entscheiden Sie selbst! Auf  unseren Anträgen zur Feuerbestattung wird ausdrücklich darauf hingewiesen, was mit medizinischen Implantaten passiert und zusätzlich ist der mitgegebene Schmuck genau zu dokumentieren. Des Weiteren entscheiden die Angehörigen, ob der mitgegebene Schmuck verbrannt werden soll oder mit in die Urne gelegt werden soll.

    Medizinische Implantate, welche nicht in die Urne passen, werden über den Bundesverband der Bestatter entsorgt. Die entstehenden Erlöse verwaltet der Bundesverband und spendet diese in unserem Namen für gemeinnützige regionale Zwecke. (siehe soziale Projekte)